Test: Pearl Izumi X-Alp Drift II

Im letzten Herbst gekauft und seitdem bei warmem Wetter oft gefahren: Die Pearl Izumi X-Alp Drift II waren an warmen Tagen die Mountainbike-Schuhe meiner Wahl. Zeit, etwas darüber zu schreiben.

Konstruktion
Die Konstruktion der X-Alp Drift II ist ungewöhnlich: Sie ähneln eigentlich fast schon Sandalen, an denen die „Löcher“ mit netzartigem, aber stabilem Material ausgekleidet sind. Die Sohlen sind recht weich und weisen ein kräftiges Profil mit griffigen Stollen auf. Statt einer gewöhnlichen Schnürung stattet Pearl Izumi die Schuhe mit einem Schnellschnürsystem aus. Die X-Alp Drift II werden als Tourenschuhe, mit denen man auch gut gehen kann verkauft. In einzelnen Shops werden sie auch als Spinning-Schuhe angeboten.

Pearl Izumi X-Alp Drift II

Beim Fahren
Die X-Alp Drift sind ganz sicher keine Allround-Schuhe. Bei kaltem Wetter bekommt man konstruktionsbedingt schnell kalte Füße, an Regentagen sind sie ganz unmöglich, und die weiche Sohle ist nichts für Racer oder für Leute, die mal eben ein oder zwei Stunden Vollgas geben wollen. Dennoch gab es viele Tage, an denen ich keinen anderen Schuh tragen wollte. Schweißfüße kennen die X-Alp Drift nicht, man kann sie auch bequem ohne Socken fahren und hat dann stets ein angenehmes Lüftchen um die Zehen. Wenn man mal richtig lossprinten will, merkt man aber einerseits die weiche Sohle, und auch die recht flexible Gesamtkonstruktion macht sich bemerkbar. Die Schuhe fühlen sich dann recht weich an, und man hat das Gefühl, es geht Kraft verloren. Wenn die Füße doch mal nass werden (bei einer Bachdurchfahrt beispielsweise), trocknen sie dank der offenen Bauart schon beim Fahren etwas und spätestens am nächsten Morgen hat man wieder trockene Schuhe. Bei anderen, wasserabweisenden, gepolsterten Schuhen, kann das ja schon mal etwas dauern.

Beim Gehen
Ich hatte die Schuhe auch bei der einen oder anderen Alpentour dabei. Sie sind keine wirklichen Bikebergsteiger-Schuhe, aber wenn man mal ein paar hundert Meter das Rad tragen muss, dann geht das auch auf steinigen Wegen ganz passabel. Wenn es dann aber in Richtung Klettern geht, macht sich aber auch hier die flexible Konstruktion störend bemerkbar. Die Sohle selbst ist auf steinigen Wegen sehr angenehm. Sie ist steif genug, um nicht jeden Stein spüren zu müssen, aber auch weich genug, um noch ausreichend Gefühl für den Untergrund zu haben. Die Stollen sind relativ weich und bieten akzeptablen Halt.

Haltbarkeit
Nach einem Jahr in Gebrauch sind die Schuhe noch in einem guten Gesamtzustand. Lediglich die obersten Schlaufen des Schnürsystems zeigen leichte Spuren von Verschleiß. Ein oder zwei Jahre gebe ich den Schuhen aber auf jeden Fall noch. Dauertest bis jetzt bestanden!

Positiv:
+ Super Fußklima an warmen und vor allem heißen Tagen
+ Schnell gebunden
+ Angenehm zum Gehen
+ Schnell trocknend

Negativ:
– Recht weich, wenn man mal etwas kräftiger reintreten möchte, vor allem mit ordentlich Zug
– Schnürung muss auf längeren Touren gelegentlich mal nachgezogen werden
– An kalten oder Regentagen definitiv der falsche Schuh

Test-Fazit
Tourenfahrer, die einen Zweitschuh für sommerliche Temperaturen suchen, machen mit dem Pearl Izumi X-Alp Drift II nichts falsch. Er ist kein Bikeschuh für jeden Tag, aber an den Tagen, an denen er der richtige Schuh ist, will man eigentlich keinen anderen mehr fahren. Der Preis liegt im Internet bei momentan knapp unter 100 Euro.

Pearl Izumi X-Alp Drift II

Pearl Izumi X-Alp Drift II

Ein Gedanke zu „Test: Pearl Izumi X-Alp Drift II“
  1. Danke für den Informativen Test. Ich bin gerade auf der Suche nach ein paar Schuhen für die nächste Saison und ich denke ich werde die dem Weihnachtsmann mal auf die To-Do Liste setzten.

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