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Urlaubserinnerungen

grande sassiere

Eine Stunde sind wir hier gesessen und haben in die Weite geschaut. Das sind die Momente, für die man in die Berge geht. Dann machen wir uns auf den Rückweg. Ich könnte mir in den Hintern beißen, dass wir unsere Räder hundert Höhenmeter weiter unten stehen lassen haben. 80% der Strecke wären doch halbwegs fahrbar gewesen. Aber als wir da unten saßen, durchaus geschwächt vom Aufstieg, schien es uns sicherer, die Räder vor dem letzten, sehr steilen Stück stehen zu lassen. Vor allem ich selbst war ziemlich geplättet. Ich hätte mehr Wasser mitnehmen sollen, stelle ich im Nachhinein fest. Bis der Schnee in der Trinkflasche geschmolzen war, hatte es doch ein Weilchen gedauert. Nun stehen wir aber hier oben auf dem Gipfel, mein Hungerast und der Flüssigkeitsmangel sind vergessen – wir sind beide voller Tatendrang! Bevor wir ca. 1900 Höhenmeter Abfahrt genießen, müssen wir nun eben 100 Meter zu Fuß den Berg herunter.
Nächstes Jahr kommen wir wieder. Mit genug Wasser. Und wir sparen uns ein paar Hundert Höhenmeter zu Beginn der Tour. Schön war’s hier! Grande Sassière.

Andalusien, Arbeit

Sierra Nevada

Auf den letzten dreißig Kilometern habe ich nur einen einzigen Menschen gesehen. Ein Olivenbauer, der vor seiner Finca etwas repariert hatte.
Sonst nur karge Landschaft, endlose Weite und Einsamkeit.

Jetzt geht es endlich bergab! Schotter, ziemlich schnell. Nach dem Winter erst mal wieder ein Gefühl für den Seitenhalt bekommen.
Nach einigen hundert Höhenmetern reicht es dann aber auch. Ich freue mich, diesen schmalen Pfad zu sehen, der vom Schotterweg abzweigt.
Ich wäge ab: In dieser Einsamkeit – wie groß ist die Chance, dass dieser Pfad nicht im Nirgendwo endet? Führt er überhaupt in die Richtung, in die ich will?
Mein Wasser ist fast ausgetrunken, die Riegel alle gegessen. Wann wird es dunkel?
Ich trete nochmal kurz in die Pedale, und nach wenigen Metern schon die erste Anliegerkurve. Es folgen weitere, sowie ein paar kleine Sprünge und sogar eine kleine Holzkonstruktion.
Ich freue mir ein zweites (…) – die Saison 2013 hat begonnen :)
Unten im Tal bin ich dann erst mal überwältigt. Die Zitrusblüte ist in vollem Gange, an einigen Bäumen hängen aber auch schon reife Früchte. Das ganze Tal ist von diesem Duft erfüllt.

Das war die Sierra de Gádor, ein Vorgebirge der Sierra Nevada in Andalusien.
Dort war ich dann auch noch einen Tag – Ende April konnte man schon bis auf 2.700 Meter hochfahren. Im Sommer geht’s dann hoch bis 3500…
Ausserdem stand auch die Wüste von Tabernas auf dem Programm. Witzig, durch diese Gegend zu fahren, in der zahlreiche Bud Spencer und sonstige Italowestern gedreht wurden.
Die Filmmelodien gingen mir durch den Kopf :)

Soweit mein Kurzurlaub in Andalusien. Ich werde auf jeden Fall nochmal kommen – dann hoffentlich etwas länger.
Dann gibt es auch einen ausführlicheren Beitrag mit Tourenvorschlägen und so weiter…

Jetzt ist der Urlaub aber erst mal vorbei. Ich bin nun schon die zweite Woche bei meinem neuen Arbeitgeber, follow me.
Dort werde sicher auch mal was im Firmenblog posten, ich freue mich dann natürlich über jeden Kommentar!
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Die meiste Zeit werde ich aber wohl mit Arbeiten am Mountainbike und Snowboard Shop beschäftigt sein.