GoPro Hero3 Black Edition

Nach der GoPro Hero3 Silver Edition konnte ich nun auch mal die Black Edition ausprobieren.
Die GoPro Hero3 Black Edition wird momentan als beste Action-Cam überhaupt angepriesen.

Gegenüber der Silver Edition weist sie neben der mitgelieferten WLAN Fernbedienung vor allem einen anderen Sensor auf. Dieser soll deutlich lichtempfindlicher sein und somit bessere „Low-Light“ Ergebnisse liefern. Entgegen der Meinung anderer Tester sehe ich den Vorteil des neuen Sensors nicht darin, dass man besser seine „Nightrides“ filmen kann (also schwarzes Bild mit mittiger, weißer Fläche von der Magicshine/Lupine Helmlampe).
Den Vorteil für Mountainbiker sehe ich vor allem bei bewölktem Himmel oder in dichtem Wald. In vielen älteren Helmkameravideos (auch GoPro) sieht man, dass die Kamera in solchen Situationen die Belichtungszeit für die Einzelbilder („Frames“) erhöht. In der Folge wird das Bild ziemlich verwischt und undeutlich. Das kann sehr dynamisch wirken, in der Regel stört es aber einfach.
Um es kurz zu machen: Ich bin nicht dazu gekommen, auszuprobieren, ob die neue Hero3 Black Edition im Wald tatsächlich besser abschneidet als die Silver Edition oder eine ältere Hero2.
Aber der Sensor ermöglicht in Verbindung mit einem leistungsfähigen Prozessor mein Lieblingsmerkmal der Black Edition: Endlich brauchbare Zeitlupe an einer Helmkamera :)
Am interessantesten finde ich dabei den Modus mit 120 Bildern in der Sekunde bei einer Videoauflösung von 1280×720 Pixel. Die Auflösung ist für übliche Monitore ausreichend. Wenn man die aufgenommenen 120fps mit 30 Bildern/Sekunde wiedergibt, hat man vierfache Zeitlupe. So wurde das Video oben aufgenommen.
In WVGA-Auflösung (848×480) sind dann sogar 240fps möglich. Bei 30fps Wiedergabegeschwindigkeit also achtfache Zeitlupe. Die Auflösung ist dann allerdings schon nicht mehr so ganz für bildschirmfüllende Wiedergabe geeignet:

Bei beiden Filmen fällt mir vor allem auf, wie gut die Kamera mit Gegenlicht klarkommt. Trotz der Aufnahmerichtung direkt zur Sonne ist der Himmel schön blau und auch im Schatten gelegene Bildbereiche haben guten Kontrast.
Ich bin leider zeitlich nicht dazu gekommen, alle erdenklichen Kameraeinstellungen und Lichtverhältnisse für den Test miteinander zu kombinieren….
Es dürfte aber klar sein, dass die Zeitlupenmodi nichts fürs Fahren im dunkelsten Wald sind. Ich hatte ja schon andere Kameras mit ähnlichen Bildraten, irgendwann wird die mögliche Belichtungszeit der Einzelbilder einfach zu kurz.
Apropos Bilder: Die Hero3 Black Edition macht wie alle GoPro Kameras auch Fotos. Für so ein kleines Gerät sogar in ganz brauchbarer Qualität. Die folgenden Bilder zeigen einmal das verkleinerte, ganze Bild und zwei Ausschnitte in originaler Auflösung:

Im Preis (von über 400 Euro) der Black Edition ist auch eine WI-FI/WLAN Fernbedienung enthalten. Diese habe ich aber nicht genutzt. Ich bevorzuge die Steuerung über die Android-App (auch für iPhone erhältlich). Mit dieser kann ich immer auch gleich das den Kamerawinkel überprüfen und zwischen den verschiedenen Aufnahmemodi wechseln. Leider hat ist die App manchmal eingefroren, und ich musste das Handy neu starten um weitermachen zu können. Das war der erste Kritikpunkt, der mir aufgefallen war. Ebenfalls nicht ganz optimal ist die geringe Akkulaufzeit (eine gute halbe Stunde aufgenommenes Material und etwa 5 min. Serienbildmodus hatte ich an diesem Tag). Wer möchte, kann aber Ersatzakkus oder den „Battery BacPac“ zur Laufzeitverlängerung erwerben. Der kleine Formfaktor und die hohe Leistung haben eben ihren Preis.
Kurze Anmerkung noch: Windows Media Player konnte mit den aufgenommenen 4K (3840 x 2160 Pixel) Videos nichts anfangen. Quicktime war da kompetenter ;) Aber den Modus halte ich sowieso nicht für allzu wichtig. Die Auflösung meines Bildschirms ist schließlich geringer.

Fazit GoPro Hero3 Black Edition:

+ Sehr gute Foto- und Videoqualität
+ Grundsätzlich klasse Steuerung über Fernbedienung und Handy-App
+ Sehr klein und leicht
+ Coole Zeitlupen sind möglich

– Leider etwas kurze Akkulaufzeit
– (Manchmal) etwas hakelige Interaktion mit der App (kann aber eventuell auch an meinem Handy liegen)

5 Gedanken zu „GoPro Hero3 Black Edition“
  1. Schöner Beitrag, klasse Aufnahmen, die die GoPro da macht. Vor allem bei den extremen Lichtverhältnissen im Schnee und mit Gegenlicht.
    Ich habe übrigens die GoPro Hero2, und die hat bei mir leider auch nur eine Akkulaufzeit von ungefähr einer halben Stunde. Was für eine Tagestour definitv zu wenig ist.

    Grüße, Thomas

  2. Wieder einmal ein klasse Artikel! Das Video ist spitze. Hast Du das selber gedreht? Ich kann das kaum glauben!
    Die Akkulaufzeit halte ich allerdings für ein No-Go! Ich bin manchmal 6-8 Stunden unterwegs und da will ich auch Videos machen. Sehr schade. Selbst mit Zusatzakku käme ich da nur auf etwa 1 Std?

  3. was ist das für ein nichtsaussagender test!?? „ich habe dies nicht gemacht, ich habe dies nicht getest“ überflüssig, sowas !!!

  4. danke für deinen beitrag.
    du siehst doch, was ich gemacht habe? und welche aspekte ich ausgetestet habe.
    und im gegensatz zu anderen testern habe ich auch darauf hingwiesen, was interessanterweise noch auszuprobieren gewesen wäre. anstatt meine ausführungen als das ende aller dinge verkaufen zu wollen.
    diesen punkt hast du offensichtlich nicht verstanden.

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